Jürgen Baumgarten

Das Schicksal geht manchmal gar krumme Wege. So auch im Fall Jürgen Baumgarten.

In die Wiege wurde dem Handwerkersohn das Schreiben nicht unbedingt, nur seine (noch heute) eher zierlichen Hände zeigen, dass er nicht unbedingt für festes Anpacken geschaffen wurde. Geschichten zu erfinden und zu spielen gefiel im aber früh.

Dennoch: In der Schultheatergruppe hat er zwar einmal souffliert, sonst aber nur zugeschaut. Und viel geschrieben hat er in jener Zeit auch nicht; Sein Hobby war das Filmen auf Super 8, hier hinein flossen die kreativen Energien.

Dies änderte sich nach Beendigung des ungeliebten Wehrdienstes: Sein Bruder Christian holte ihn als Ersatzdarsteller in eine junge Theatergruppe, und hier blieb Jürgen Baumgarten hängen. Und er befand bald, dass es zu wenige Stücke gab, die auf die zumeist jungen und überwiegend weiblichen Darsteller der Gruppe passten. So entstand aus dieser Not die erste Komödie "Studentenfutter".

Bis heute (Februar 2009) folgten noch 19 weitere Stücke, vorwiegend heitere, aber auch ein Drama und ein preisgekröntes Jugendstück ("Das erste Mal", erschienen im Impuls-Verlag) sind darunter. Gespielt wird der Autor Jügen Baumgarten auf Amateurbühnen in ganz Deutschland, auch in Mundart und auf Freilichtbühnen. Mehrere Werke wurden ins Plattdeutsche, ins Luxemburische und ins Holländische übersetzt.

Bisherige Höhepunkte von Jürgen Baumgartens schriftstellerischer Laufbahn waren die Annahme seines Stückes "Immer auf die Kleinen (erschienen im Plausus-Verlag) durch das Hamburger Ohnsorg-Theater, wo es im Februar 2004 uraufgeführt wurde, und die Teilnahme an dem Projekt "Wir schreiben einen Roman - an EINEM Wochenende" unter der Leitung von Bestseller-Autor Andreas Eschbach im Januar 2005.

Natürlich hat er auch noch viele Pläne. Weitere Theaterstücke sind in Entstehung oder Planung, zwei Romane warten auf ihre Veröffentlichung, und Selbstverständlich ist Jürgen Baumgarten auch weiter aktiv als Vorsitzender, Regisseur und Spieler im Lüneburger Amateurtheater "Rampenlicht". Im "Theater Bienenstich" verdiehnt er erstmals auch etwas Geld mit seiner Schauspielerei.

Wenn alles gut läuft und er weiter fleissig schreibt und schreibt und schreibt, dann kann Jürgen Baumgarten sich vielleicht einmal seinen Traum erfüllen, seinen jetzigen Bürojob an den Nagel hängen und ganz vom Schreiben leben.