Interview mit Cornelia Schenk

1. Du bist heute Präsidentin der Laienbühne Liestal. Was hat Dich damals dazu bewegt, zur Laienbühne Liestal zu gehen?
 
Ich wollte schon als Kind auf die Bühne, auf die berühmten Bretter, die die Welt bedeuten. Durch die LBL (Laienbühne Liestal) erhielt ich die Chance, Theaterluft zu schnuppern, einzutauchen in eine faszinierende Welt.
2. Was sind Deine Aufgaben als Präsidentin?
 
Den Verein führen und nach aussen repräsentieren, sowie seine Aktivitäten koordinieren. Ansprechadresse für Interessierte. Verbindung zum Regionalverband Schweizerische Volkstheater.
3. Wie sah Deine Laufbahn zum aus?
 
Kurvig!!! Nein, Scherz bei Seite. Ich wirkte in einigen Produktionen mit. Ein paar Jahre hatte ich das Amt der Aktuarin inne, bis ich aus privaten Gründen aus dem Vorstand austrat. Vor 5 Jahren sollte die LBL aufgelöst werden - das konnte ich nicht zulassen und übernahm das Präsidium.
4. Was ist für Dich in der Laienbühne Liestal wichtig, wo liegen Deine Prioritäten?
 
Absolut wichtig ist, dass unsere neue Produktion – das Märchen Aschenbrödel – ein grosser Erfolg wird. Wir müssen dringend unsere Kasse sanieren, denn solche Produktionen sind wirklich sehr teuer. Auch bräuchten wir vermehrt Sponsoren.
5. Was war bisher Dein schönstes Erlebnis in Deiner Theaterlaufbahn?
 
Da gibt es einiges. Ich denke gerne an das „Poete Näscht“ zurück. Diese Produktion war zwar sehr aufwendig und anstrengend, aber es war ein tolles Gefühl vor soviel Publikum zu spielen. Auch die letzte Aufführung vor der langen LBL-Pause fand ich eine gelungene Sache, obwohl wir ein reines Frauenteam waren. (Ensemble bestand aus 5 Frauen, und die Regie machte auch eine Frau)
6. Was hat Dich in Deiner Theaterlaufbahn am meisten berührt?
 
Da muss ich kurz überlegen. War es der Tod eines lieben Theaterkollegen während einer Produktion, war es das Mitgefühl und die Hilfe meiner Kolleginnen und Kollegen als ich an einer Samstagabendvorstellung von der Bühne fiel, mit dem Resultat: Knieseitenband gerissen, Kreuzband überdehnt, Knorpel verletzt – auch das gibt es – oder waren es die leuchtenden Kinderaugen beim letzten Märchen?
7. Hast Du neben der Laienbühne Liestal noch andere Hobbys?
 
Ja, da gibt es noch ein paar Kleinigkeiten. Zum Beispiel bin ich Mitglied im Vorstand vom RV NWS (Regionalverband Schweizerischer Volkstheater Nordwestschweiz). Da wäre noch der Zivilschutz, Schnitzelbank singen, die Black Mollies (Gesangsduo mit einem Keyborder), Mitglied eines fast 100-köpfigen Chores, ich esse gern gut und geniesse dazu ein gutes Glas Wein (auch mehrere)..., unsere beiden Hunde sind auch schon ein Hobby für sich allein. Früher habe ich noch Handball gespielt, Jiu-Jutsu gemacht und etwas Jazzdance geübt. Leider habe ich für all diese Dinge keine Zeit mehr. Meine sportliche Betätigung hole ich mir bei den Spaziergängen mit unseren Hunden und gelegentlich beim Tanzen.
8. Was möchtest Du als Schlusswort Deinen Theaterkameraden auf den Weg geben?
 
Haltet an der LBL fest. Helft mir weiterhin, unsere Bühne wieder zum Erfolg zu führen, so dass wir dort ankommen wo wir schon einmal waren - Eine erfolgreiche Theatergruppe im Herzen von Liestal, die es verdient erwähnt und gesponsert zu werden. Ich danke Euch allen für Euren enormen Einsatz auf der Bühne, hinter der Bühne und im weiteren inne um die Bühne herum - und bleibt so wie Ihr seid.

„Eure“ Conny Schenk

Conny, vielen Dank für das Interview.